Einen Kastran oder Keule / von einem Schöpfen zu braten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 05, Nr. 046

Originalrezept:

LAsset den Schlegel im Wein= Essig / und den dritten Theil Wasser / sieden / hat man eine Fleischbrüh in bereitschafft / kan man selbige an statt deß Wassers gebrauchen ; lasset ihn sieden so lang als harte Eyer : Nehmt ihn dann heraus / saltzet und steckt selbigen an einen Spieß / stechtet ihn aber voll Löchlein / und betreifft ihn mit der Brüh darinnen er gesotten / zu welcher man ein wenig Bachschmaltz und Essig nehmen kan / damit er wohl sauer werde ; lasset ihn fein langsam ausbraten / begiesset ihn aber immer aus der Bratpfannen mit dieser obigen Brüh : wann er nun schier abgebraten ist / so bestecket ihn mit Knoblauch / oder Salbey und Rosmarin ; lasset ihn hernach noch eine weil braten / und begiesset ihn noch einmal oder drey / nach dem bestecken / mit obiger Brüh : wann er nun mit Knoblauch gespicket wird / und derselbige geschählet ist / so röstet ihn ein wenig zuvor im Schmaltz / doch muß das Schmaltz dazu wohl heiß gemacht werden / aber wieder ein wenig erkalten / ehe man den Knoblauch hinein thut.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Einen Kastran oder Keule / von einem Schöpfen zu braten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 05, Nr. 046,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=einen-kastran-oder-keule-von-einem-schoepfen-zu-braten (02.12.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.