Einen Gogelhopffen zu bachen / noch auf eine andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 195

Originalrezept:

NEhmet ein Diethäufflein / oder den achten Theil eines Metzens / Mehl / ein halb Pfund Schmaltz / sechs oder acht gantze Eyer und vier Dötterlein / wie auch sechs Löffel voll / oder eine viertel= Maas Heffen / und eben so viel Ram / Kern / oder gantze Milch ; machet die Milch und Heffen unter einander warm / rühret das Mehl zuvörderst damit an / und hernach das zergangene Schmaltz / so dann die Eyer ; saltzets / und schlaget den Teig wohl ab / biß er Blasen bekommt : Lasset dann in einem Becken oder besondern Model / ein gut theil Schmaltz zerfliessen / schüttet den Teig darein / lasset selbigen an einem warmen Ort gehen / und hernach in einem Bach= Oefelein anderthalb Stunden lang bachen.*

* Wanns beliebt / kan man ein klein wenig gehackte Rosinen / Weinbeerlein oder Corinthen / wie auch etwas zerschnittene Mandeln mit Zucker / unter diesen Teig mischen / Rosenwasser daran giessen / und auf jetzt besagte Art ferner bachen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Einen Gogelhopffen zu bachen / noch auf eine andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 195,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=einen-gogelhopffen-zu-bachen-noch-auf-eine-andere-art (11.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.