Einen Gogelhopffen zu bachen / auf andere Weise.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 194

Originalrezept:

RÜhret ein halb Pfund frisches Schmaltz wohl ab / daß es so weiß wird wie ein Milchram / schlaget acht Eyer / eines nach dem andern / daran ; giesset ein halb Seidlein / oder viertel= Maas weisse Bier= Heffen / auch eben so viel dicken Milchram / dazu ; rühret ein Diethäufflein Mehl / und zwar ebenfalls immerzu eine Hand voll nach der andern darein / biß der Teig dick wird / saltzet ihn : Lasset indessen ein viertel Pfund Schmaltz in einem Becken / oder besonders hiezu gemachten Model / zergehen / und an allen Seiten ein wenig umlauffen / damit sich der Teig nirgends anhänge / giesset selbigen darein ; setzet ihn / wann er zuvor an einem warmen Ort gegangen / in ein Bach= Oefelein / lasset ihn schön hell bachen / und streuet so dann / wann er in eine Schüssel geleget worden und erkaltet / Zucker darauf.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Einen Gogelhopffen zu bachen / auf andere Weise.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 13, Nr. 194,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=einen-gogelhopffen-zu-bachen-auf-andere-weise (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.