Einen Gänskragen zu füllen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 083

Originalrezept:

Häutet und hacket das Leberlein von der Gans gar klein / und zugleich auch ein wenig Salbey / Majoran / Petersilien=Kraut / und Speck; reibet ein Eyerringlein / oder anders weisses Brod / röstets im Schmaltz / und schüttets über das gehackte Leberlein / zusamt dem gehackten grünen / welches man / so es beliebt / auch gleich ein wenig mit rösten kan / wiewol es eben nicht nothwendig ist / rühret dann alles wohl durch einander / schlaget so viel Eyer daran als vonnöthen / würtzets mit Ingber / Pfeffer / Muscatnuß / Cardamomen und ein wenig Saffran / und giesst eine Milch oder Fleischbrüh daran / wiewol die Füll von der Milch luckerer wird: Wann nun der Kragen zusamt dem Kopff reinlich gewaschen ist / füllet diese Füll hinein / bindet oder nehet ihn oben zu / und lasset selbigen auf die im vorigen beschriebene Art ferner absieden.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Einen Gänskragen zu füllen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 083,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=einen-gaenskragen-zu-fuellen (11.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.