Eine Zibeben= Brüh über allerley weiß Gebratens.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 027

Originalrezept:

GIesset einen Wein in einen stollichten Hafen / werfft ein gut theil Zucker / wie auch Pfeffer / Ingber / Cardamomen / Muscaten= Blüh / und in einem Säcklein ein wenig Saffran darein / last alles in dem Wein sieden; leget indessen die allerschönste Zibeben oder Rosin in ein Wasser / lasset sie also aufquellen / und nehmet die Kerne nicht heraus / waschet sie so lang aus Wein / biß nichts Trübes mehr davon gehet / seihet dann den Wein herab / schüttet die Zibeben oder Rosin in ein Häfelein / giesst Malvasier und denjenigen Wein / darinnen zuvor das Gewürtz gesotten / und durch ein härines Tuch geseihet worden / daran / last es zusammen aufsieden: leget die gebratene Hüner / und zwar nach belieben / auf Rosmarin= Sträußlein in eine Schüssel / giesset die Brüh zusamt denen Zibeben darüber / und bestreuet den Bord oder Rand der Schüssel / mit durchgesiebten Zimmet und Zucker.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine Zibeben= Brüh über allerley weiß Gebratens.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 027,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-zibeben-brueh-ueber-allerley-weiss-gebratens (17.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.