Eine Suppen von Tauben / mit unzeitigen weissen Weintrauben.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 121

Originalrezept:

Erstlichen siede oder dämpffe die Tauben / nachdem sie zuvor sauber gebutzt seyn / und wann sie bald fertig / so werffe eine Handvoll oder nach deinem Geduncken unzeitige / abgeklaubte / gantze Weinbeer zu ihnen hinein / und laß es an die statt sieden / doch solchergestalten / daß die Weinbeer gantz gantz bleiben / wann nun solches geschehen / und die Tauben an die statt fertig / so bereite Eyerdotter mit klein=gehackten Petersil=Kräutlein / und geriebner Muscatnuß oder Blühe / setz die Schüssel mit gebähtem Brod auf eine Glut / giesse ein wenig gute Fleischbrühe daran / lege die Tauben sammt denen gantzen Weinbeerlein darauf / mache die Dotter=Brühe / wann sie fertig / so thue noch ein Bröcklein frischen Butter / an statt der Lemoni aber den Safft von denen ausgepreßten / unzeitigen Weinbeeren / jedoch in der Quantität nach deinem Geduncken / darzu / rührs wol ab / laß nicht mehr sieden / und gibs auf die Suppen herum / regaliers mit gebachnen Petersilkraut / und trags warm auf.

Transkription:

Christine Überei

Zitierempfehlung:
Christine Überei (Transkription): "Eine Suppen von Tauben / mit unzeitigen weissen Weintrauben.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 121,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-suppen-von-tauben-mit-unzeitigen-weissen-weintrauben (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Christine Überei.