Eine Suppen von einem wohlgesottnen Euter.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 9 Nr. 251

Originalrezept:

EIn Theil von dem Euter wird gantz klein geschnitten / ein gelbes Butter= Brühlein mit klein= gehacktem Petersil / ein wenig Wein und Fleischbrühe daran gemacht / aufgesetzt / mit Pfeffer und Muscatnuß gewürtzet / auch ein gantzer mit Näglein besteckter Zwibel darzu gelegt : Hernach schneide etlich zimlich dicke Flecklein von besagtem Euter / mische geribnes Brod / Saltz / Pfeffer / und klein= gehackten Petersil untereinander / zieh das zerschnittene Euter durch zerlassenen Butter / besprengs geschwind auf beederseits mit dem angemacht= geriebenen Brod / richts auf einen Rost / und gib ihm oben und unten eine Farb / setz die Schüssel mit gebähtem Brod auf eine Glut / mache das eingemachte Euter mit Eyerdotter / und Lemoni= Safft fertig / gibs auf die Suppen / leg das andere herum / und trags auf.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Eine Suppen von einem wohlgesottnen Euter.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 9 Nr. 251,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-suppen-von-einem-wohlgesottnen-euter (24.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.