Eine Suppen von einem gesottnen kälberen Kröß.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 8 Nr. 194

Originalrezept:

NImm das gesottne Kröß auf ein Hackbrett / klaube die Drossen davon / und hack es klein / mische darunter jung=grün= oder andern Zwibel / Petersil und Rosmarin / gewürtz auch mit Pfeffer / Imber und Muscatnuß / rühre Eyer / Semmel und Saltz darzu / mische alles untereinander / und mache Knödlein / auch Strützel darauß / leg beyde Theil in ein mit Butter bestrichnes Geschirr / gib unten und oben Glut / und laß es nicht verbachen / setz die Schüssel mit gebähtem Brod auf / gieß eine gute Fleischbrühe daran / mach mit geriebner Muscatnuß und Petersil eine gute Dotter=Brühe / gibs über die Suppen her / regaliers mit denen gemachten Knödlein und Strützeln / so gut du kanst und trags auf. Es können auch von disem Gehäck kleine Genueser=Pastetlein gemacht / und zum Regalieren gebraucht werden.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Eine Suppen von einem gesottnen kälberen Kröß.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 8 Nr. 194,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-suppen-von-einem-gesottnen-kaelberen-kroess (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.