Eine Suppe von gebachenen Eyern.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 025

Originalrezept:

SChlage ein Ey aus / saltze selbiges / und streue ein wenig Mehl darauf / dann bache es in Schmaltz / doch also daß der Dotter weich bleibe / und hacks hernach gar klein / indessen laß ein wenig Fleischbrüh / ungefehr den vierdten Theil von einer Maas zu einem Ey gerechnet / siedend werden / thue das gehackte Ey darein / und laß ein wenig mit aufsieden: hernach zwinge solches durch einen Seiher oder Durchschlag / würtze es mit Cardamomen und Muscaten= Blühe / laß es alsdann noch einmal aufsieden / und wann mans anrichten soll / so thue zuvor ein Stücklein Butter daran / und richte es über weiß aufgeschnitten Brod.*

* Wann man sich dieser Suppe etwan zur Fasten= Zeit bedienen will / kan man an statt der Fleischbrüh nur blosses Wasser gebrauchen / welches auch bei andern dergleichen Suppen gar füglich kan beobachtet werden.

Transkription:

Christiane Egger

Zitierempfehlung:
Christiane Egger (Transkription): "Eine Suppe von gebachenen Eyern.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 025,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-suppe-von-gebachenen-eyern (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.