Eine Sauerampfer= Suppe.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 085

Originalrezept:

NImm ein gut theil Sauerampfer / stosse oder hacke ihn klein / zwing den Safft heraus durch ein Tuch / gieß ein klein wenig Fleischbrühe daran / und rühre zimlich viel Milchram hinein; würtze es mit Muscatenblüh / Ingber und Cardamomen / laß sieden: richte die Suppe über weisses aufgeschnittenes / oder auch gebähtes Brod / und verliehre Eyer darauf.

 

Anmerkung:

Sauerampfersuppe wird heutzutage auch in Polen üblicherweise mit hartgekochten oder pochierten Eiern  serviert.

Es fällt auf, dass die „verlorenen“ Eier im Rezept erst ganz zuletzt über die bereits in der Schüssel angerichtete Suppe geschlagen werden. Damit die Eier dann stocken, ist es nötig, die Suppenschüssel wieder über eine Glut zu setzen, so wie es im Rezept Nr. 87 beschrieben ist. (Noch eine Ampfer= Suppe / auf Niederländische Art)

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine Sauerampfer= Suppe.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 085,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-sauerampfer-suppe (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.