Eine Reiß= Suppe.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 108

Originalrezept:

GLaube und brühe den Reiß mit siedenden Wasser an / als wie er sonst gekocht wird / setze ihn in der Fleischbrüh zu / doch daß er nicht so dick werde / als man ihn sonst zu machen pfleget / sondern nur also dinn / wie man ihn über die Hüner richtet; würtze ihn mit Pfeffer und Muscat= Nuß: wann er nun weich gesotten / so thue auf die letzt ein gut Stuck Butter hinein; und da er etwas zu dick wäre / kanst du noch ein wenig Brühe / oder so er zu gesaltzen / ein wenig Wasser dazu giessen: indessen laß in einem Häfelein eine Fleischbrühe siedend werden / zerkloppfe drey oder mehr Eyer / und schlag sie fein langsam in die siedende Brüh / so werden die Eyer auf einen Klumpen zusammen lauffen / dann man darff nicht darinn rühren; richte dann den Reiß in eine Schüssel / nimm mit einem Löffel die Eyer aus der Brüh heraus / und legs auf den Reiß; man kan auch / wenn man will / von dieser Brüh noch ein wenig daran giessen; drucke dann Citronen= Safft darein / streue Muscatblüh und würfflicht geschnittene Citronen= Schalen darauf / und trags alsdann zu Tisch.

Transkription:

Margit Gull

Zitierempfehlung:
Margit Gull (Transkription): "Eine Reiß= Suppe.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 108,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-reiss-suppe (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Margit Gull.