Eine Lunge in einer Zwiebel = Brüh.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 041

Originalrezept:

Nehmet eine Kalbs = Lunge zusamt dem Hertz / waschet solche sauber / schneidet am Hertz die Ohren herab / saltzet und setzet sie im Wasser zu ; wann nun die Lunge allerdings weich gesotten / giesset die Brüh davon / und schneidet selbige zu kleinen Stücklein / leget sie in einen stollichten Hafen / röstet eine grosse Zwiebel / länglicht zerschnitten / im Schmaltz / mischet sie unter die Lunge / ingleichen auch ein wenig geröstetes Mehl ; streuet Pfeffer / Ingber / Muscatnuß und Saffran darein / giesset von der Lungen = Brüh / oder aber eine andere gute Fleischbrüh / und ein wenig Essig daran / lassets wohl sieden / und richtets dann an . *

  • Diese Brüh kan man auch in einem Pfännlein besonders sieden lassen / und so dann in den Hafen über die Lungen giessen .

Transkription:

Wolfram Kracker

Zitierempfehlung:
Wolfram Kracker (Transkription): "Eine Lunge in einer Zwiebel = Brüh.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 041,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-lunge-in-einer-zwiebel-brueh (21.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Wolfram Kracker.