Eine Leber von einem Kalb / wie von einem Hirschen zu zurichten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 053

Originalrezept:

Häutet und waschet eine Kalbs= Leber auf das reinlichste / schneidet sie zu länglichten Stücklein / saltzet / pfeffert und schwinget selbige im Mehl / legt sie in ein zuvor heiß= gemachtes Schmaltz / bachts heraus / legts auf eine Schüssel / seihet das Schmaltz in der Pfannen von dem Trüben herab; solte aber jetzt= gedachten Schmaltzes nicht viel seyn / kan es auch wohl daran verbleiben; giesset dann zu dem / in der Bratpfannen zuruck gebliebenen / Trüben ein halbes Gläslein Wein / etwas Fleischbrüh / und Holder= oder Rosen= Essig / würtzets mit Pfeffer / Cardamomen und Negelein / streuet würfflicht= geschnittene Citronen= Schelffen darein / last es also zusammen in der Pfannen sieden / damit es ein dicklichtes Brühlein werde; richtet dann selbiges über die Leber in eine Schüssel / last sie darinnen auf einer / mit Glut= angefüllten Kohlpfanne / noch einen Wall aufthun / und drucket Citronen= Safft darein: Wem es beliebt / und gerne süß essen mag / der kan es auch ein wenig zuckern.

Transkription:

Lukas Fallwickl

Zitierempfehlung:
Lukas Fallwickl (Transkription): "Eine Leber von einem Kalb / wie von einem Hirschen zu zurichten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 053,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-leber-von-einem-kalb-wie-von-einem-hirschen-zu-zurichten (22.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.