Eine Krebs= Sultze / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 017

Originalrezept:

SIedet ein Pfund / oder nach belieben / mehr Krebse / in Wasser / oder brühet sie nur allein mit siedendem Wasser an / damit sie gleich sterben / roth werden / und leichter auszuschählen sind ; schählet sie aus / stosset das beste von den Schalen auf das kleineste / giesset in einem Häfelein Hühner= Brühe / darauf kein Fett ist / daran / thut ein Stücklein eingeweichter Haussen= Blasen darzu / hänget in einen Bündelein gute Gewürtz / als Cardamomen / Zimmet und Muscatenblüh darein / lassets eine Weile damit sieden / zwingets dann durch / seihets durch ein reines Tuch / zerklopffet etliche Eyerdottern / rühret sie mit dieser Krebs= Brüh an / lassets ein wenig gefallen / giesset das Lautere in eine Schüssel / leget die ausgeschählte Krebse darein / lassets auf einer Glut= oder Kohl= Pfannen noch ein= und andern Sud thun / rührets aber im Anfang ein wenig / so wird sie sich sultzen und bestehen.*

* Diese Krebs= Sultze kan man / nach belieben / auch mit halb Wein halb Wasser machen / alsdann aber ein wenig Zucker darunter mischen.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Eine Krebs= Sultze / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 017,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-krebs-sultze-auf-andere-art (29.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.