Eine Krebs= Sultze.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 016

Originalrezept:

LAsset eine Semmel vor zwey Pfenning in einem halben Seidlein / oder Viertel= Maas / Kern / oder süssen Ram / weichen / siedet indessen zwey Pfund Krebse in Wasser ab / saltzts nur ein klein wenig / schälet sie aus / und thut die Schwäntze und Scheeren besonders / stosset das beste von der Nasen zusamt den übrigen Schalen / wie auch / wo man einen Uberfluß hat / etliche Schwäntzlein und Scherlein zugleich damit / wol klein ; dann so wird die Sultze etwas kräfftiger : zwinget die Krebse / Schalen und Semmeln / jedes besonders / mit noch einem Seidlein Raum / durch / giesset es zusammen in ein Töpfflein / oder Häfelein / klopffet das Weisse von vier Eyern in der durchgezwungenen Milch starck ab / giesset selbige / zusamt der Milch / in eine Schüssel / leget die ausgeschälte Krebse schön zierlich darein / streuet gute Gewürtz darauf / setzet sie / wol zugedeckt / auf Kohlen / lassets aufsieden / so wird es gestehen / tragets dann warm oder kalt zu Tisch / nach belieben.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Eine Krebs= Sultze.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 016,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-krebs-sultze (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.