Eine kräfftige Mandel= Suppe / vor Krancke.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 065
Diätetische Verwendung:

Originalrezept:

WEiche die Mandeln in kaltes Wasser / lasse sie stehen / biß die Schelfen sich abziehen lassen; alsdann stosse dieselben / samt weiß und grünen Krafft= oder Pinien= und Pistacien= Nüßlein / wie auch Melonen= oder Pfeben= Kernen / mit ein wenig frischen Wasser wohl klein: zwings mit Geis= Milch durch einen Durchschlag oder härines Sieblein; thue ein wenig Capaunen= Sultzen / wie selbige nachfolgends / unter den beschriebenen Sultzen zu finden / dazu; laß es geschwind in einem Pfännlein sieden / aber ja nicht lang / klopffe und rühre weil es siedet: wann du es nun anrichten wilt / zuckers nach belieben / und nimm von einem lind= gesottenen Ey / den Dottern / rühr demselben mit der Mandel= Suppen an / thue aber die Mandel= Suppen zuvor ein wenig vom Feuer / daß sie nicht im Sud angerichtet wird / sonst laufft sie zusammen / darnach gieß sie über weiß gebähtes Brod / und trags dann auf.

 

 

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine kräfftige Mandel= Suppe / vor Krancke.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 065,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-kraefftige-mandel-suppe-vor-krancke (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.