Eine Körbleinkraut= Suppe / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 080

Originalrezept:

KLaub und wasche das Körblein= Kraut auf das schönste / hacks hernach klein / und streue ein wenig Weitzen= Mehl darauf / daß es mit unter gehackt werde; thus so dann in eine siedende Fleischbrüh / und würff Ingber / Pfeffer / und Muscatenblühe darein / lasse es mit einem guten Stuck Butter sieden / und richts nach dem über gebähtes weisses / oder auch nur über rocken dinn= geschnittenes Brod. **

 

** Das Mehl kan / wann es nicht beliebt / gar wol davon bleiben / und an dessen statt / damit die Suppen gleichwol ein wenig dicklicht werde / ein Schnitten weiß= gebähtes Brod in der Brüh / ehe das Kraut darein kommt / gesotten und durchgezwungen werden: wann man dann das Kraut darzu gethan / kan man es / wie oben gemeldet / machen / und zu einer halben Maas Fleischbrüh einen Kochlöffel voll gehacktes Körblein= Kraut nehmen.

 

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine Körbleinkraut= Suppe / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 080,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-koerbleinkraut-suppe-auf-andere-art (07.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.