Eine Hüner= Pasteten / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 009

Originalrezept:

BEreite die Hüner allerdings auf vorgemeldte Weise / mache dann entweder den Num. 1. oder aber Num. 2. beschriebenen Teig / nach belieben / zusammen ; wälchere den Boden aus / leg ein wenig Teig rings herum / streue weiß= geriebenes Brod / Muscaten= Blüh / Cardamomen / und etwas Pfeffer auf den Boden ; laß einen Spargel gehöriger massen abbrechen / und zuvor ein klein wenig übersieden / gleich als ob man ihn kalt auftragen wolte / schähle auch ebenfalls zuvor gesottene Krebse aus / lege die Hüner auf den mit dem Brod und Gewürtz obbesagter massen bestreuten Boden / und dann den Spargel und die ausgeschählte Krebse neben herum / bestreue sie mit obernannten Gewürtz / leg ein gut theil dinn= zerschnittener Butter darauf / schlag dann den Deckel / wie schon gelehret worden / darüber / setze sie in Ofen / und stosse indessen die Krebs= Schalen mit einer Fleischbrüh ab / streue nur ein klein wenig Cardamomen und Muscaten= Blüh darein / weil die Pasteten schon bereits wohl gewürtzt worden / laß selbige mit einem Stuck Butter aufsieden / und giesse sie / wann die Pasteten fast ausgebachen / darein.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Eine Hüner= Pasteten / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 009,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-huener-pasteten-auf-andere-art (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.