Eine Hirschhorn= Sultze.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 009

Originalrezept:

GIesset an 6. Loth rauh gefeiltes Hirschhorn in einem reinen Häfelein / oder Töpfflein / ein Seidlein / oder halbe Maas Wasser / lassets mit ein wenig Haussen= Blase / ungefehr eines Daumens breit / einsieden / seihets / wanns gesotten ist / durch ein härines Tuch in ein messenes Pfännlein / schlaget ein gantzes Ey daran / auch kan man die Eyer= Schalen darzu hinein thun / davon die Sultze nur heller werden soll / und lasset es ferner sieden / biß das Ey zusammen laufft ; drucket alsdann den Safft von einer Citronen daran / leget drey Blumen Muscatblühe / ein Stücklein Zimmet und schönen Zucker / nach belieben / darein ; lassets noch einen Wall thun / und wieder durch ein Tuch lauffen / giessets in eine Schalen / streuet aber zuvor auf den Boden klein= geschnittene Citronen= Schelffen /und zierets mit eingemachten Wein= Lägelein oder Saurach aus / besteckets auch mit Pistacien= Nüßlein und Citronat.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Eine Hirschhorn= Sultze.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 009,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-hirschhorn-sultze (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.