Eine gebratene Leber in einem Netz.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 058

Originalrezept:

LEget die Leber / sie sey gleich von einem Kalb oder Lamm / in ein Wasser / häutet und schneidet sie zu Stücklein / spickets / nehmet ein Netz von einem Schwein oder Kalb / ist eben eines / legt selbiges in ein Wasser / waschet es reinlich aus / breitet es auf ein Bretlein / streuet Saltz / Pfeffer / Ingber und Muscaten= Blüh darauf; wickelt dann ein jedes Stücklein Leber besonders darein / wie man sonst die Briese einzuwickeln pfleget / umbindets mit einem Faden / und last sie dann allgemach an einem Spieß abbraten / betreiffts zuletzt mit eine wenig Butter / last selbige ferner braten / daß sie schön gisten: Ziehets dann vom Spieß herab / und tragts in einer Schüssel zu Tisch.*

* Wer will / kan ein wenig Butter in einer Bratpfannen zergehen lassen / die im Netz eingebundene Stücklein von der Leber darein legen / und also in einem Bach= Oefelein abbraten lassen.

Transkription:

Lukas Fallwickl

Zitierempfehlung:
Lukas Fallwickl (Transkription): "Eine gebratene Leber in einem Netz.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 058,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-gebratene-leber-in-einem-netz (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.