Eine Fasan= Hasel= Reb= und Pirck= Hüner= Pasteten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 013

Originalrezept:

WAnn die Fasan= Hasel= Reb= und Pirck= Hühner sauber gerupfft / ausgenommen / und mit Wein ausgewaschen worden / so würtzet sie mit Pfeffer / und ein wenig Negelein / giesset wiederum einen frischen Wein daran / und lasset sie darinnen so lang ligen oder beitzen etliche wenige Stunden / oder auch einen gantzen oder zwey Tage / nachdem man sie gerne lang gebeitzt haben will; man kan auch unter den Wein ein wenig Essig nehmen : doch sind die Fasan= und Reb= Hüner am besten / wann man sie nur etliche Stunden im Wein ligen lässet : nach diesen müssen sie klein und zierlich gespickt werden ; wiewohl man sie auch zuvor spicken / und dann wieder in Wein legen kan : wann sie nun in die Pasteten sollen eingeschlagen werden / so waschet sie zuvor aus dem Wein noch einmal sauber aus / und würtzet sie innen und aussen wohl ein / stellet sie in einer Schüssel / an einen warmen Ort / und lasset sie zuvor wohl vertrocknen : indessen bereitet den Teig / wie schon beschrieben / wälchert den Boden und einen Deckel so groß daraus / so viel ihr Stucke einzuschlagen gedencket / und muß man sich in diesem Fall darnach richten : auf den Boden streuet nur ein klein wenig geriebenes Rocken= Brod / und ein wenig Gewürtz ; dann leget die Stücke darauf / bestreuet und beleget sie auch oben und neben herum mit klein= geschnittenen Limonien / und halb geschnittenen Citronen= Plätzlein / und schneidet ein wenig Butter darein : alsdann kan man die Pasteten nach schon beschriebener Art / ferner gar verfertigen.

Transkription:

Irene Tripp

Zitierempfehlung:
Irene Tripp (Transkription): "Eine Fasan= Hasel= Reb= und Pirck= Hüner= Pasteten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 013,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-fasan-hasel-reb-und-pirck-huener-pasteten (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Irene Tripp.