Eine Citronen= Brüh über Rebhüner und anders Gebratens.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 012

Originalrezept:

GIesset guten starcken Wein / und ein wenig Fleischbrüh in ein Häfelein / legt einen gebähten Schnitten Rocken= Brod darein / last ihn weich sieden / treibet denselben durch / giesst noch mehr Wein zu; streuet Zucker / Pfeffer / Negelein / Muscaten= Blüh und Cardamomen darein / schneidet Citronen Plätz= weiß / legts einen Tag zuvor in Zucker / daß die Bitterkeit heraus gezogen werde; schählet die gelbe Schelffen von einer anderen Citronen ab / schneidet sie klein= und würfflicht / legts gleich / wie erst= besagte Plätze oder Scheiben / in Zucker / last etliche von solchen in dieser Brüh mit aufsieden / und werfft Zimmet darein: Wann nun das Rebhun gebraten ist / löset ihm die Flügel und Brust / legts in eine Schüssel / giesst die Brüh darüber / deckts zu / und last es auf einer Kohlen nur ein wenig dampffen / aber ja nicht starck sieden; streuet dann Trisanet darauf / bezierets auch mit den übrigen Citronen= Plätzen / und tragets zu Tisch.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine Citronen= Brüh über Rebhüner und anders Gebratens.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 012,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-citronen-brueh-ueber-rebhuener-und-anders-gebratens (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.