Eine Capaunen= oder Hühner= Sultze auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 005

Originalrezept:

BEreitet einen Capaunen / alte Hennen / oder junges Hun / wie im vorhergehenden gedacht ; thut etwan sieben lebendige Krebse und eben so viel Schnecken dazu / aber den Magen denen Krebsen bei der Nasen heraus / die Schnecken siedet und nehmets aus dem Häuslein / wie gebräuchlich ; lasset aber die Schwänze und alles aneinander : wann nun solches beysammen / so zerhacket das Fleisch von den Hühnern / oder Capaunen / samt den Schnecken ; die Beiner aber und Krebse zerstosset in einem Mörsel : giesset alles auf die in vorigen beschriebene Art in eine Flaschen / legt ein wenig Muscaten= Blumen darzu hinein / und lassets in derselben in einem Hafen mit siedenden Wasser vier oder fünff Stunden lang sieden / nach dem die Capaunen oder Hühner jung oder alt sind ; zwingets dann durch / und setzets an einen kalten Ort / damit sie sich sultze.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Eine Capaunen= oder Hühner= Sultze auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 14, Nr. 005,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-capaunen-oder-huehner-sultze-auf-andere-art (17.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.