Eine Brüh von Holbeer= und Weixel= Essig über Rebhüner und Capaunen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 055

Originalrezept:

NEhmet ein weisses Brod / bähet und thut es in ein Häfelein / giesset einen Wein daran / lasset es sieden / treibts hernach durch einen Durchschlag; giesset einen Holbeer= oder Weixel= Essig daran / streuet Zucker / Pfeffer / Muscatblüh / Cardamomen und Zimmet / wie auch ein wenig Trisanet / und zu letzt kleingeschnittene Zitronen= Schelffen darein / last es aufsieden: richtet dann diese Brüh über das Gebratens / und zieret es / nach belieben / mit Zitronen.*

 

* Wann man diese Brüh schwärtzlicht haben will / kan man nur an statt deß weissen Brods rocken Brod nehmen / auch nur in einer Fleischbrüh sieden / und dann mit Wein durchzwingen; oder auch ein wenig Malvasier und andern süssen Wein darunter mischen /welches in eines jeden belieben stehet.

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Eine Brüh von Holbeer= und Weixel= Essig über Rebhüner und Capaunen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 055,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-brueh-von-holbeer-und-weixel-essig-ueber-rebhuener-und-capaunen (26.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.