Eine Brüh über Prisilln oder gebeitzte Schlegel.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 065

Originalrezept:

NEhmet Butter / und zwar nicht gar so viel / als einer welschen Nuß groß / thut solches in ein Pfännlein / lassets heiß werden / biß daß es braun wird; rühret dann ein wenig Semmel= Mehl daran / und giesset nach Gutdüncken ein wenig Wein und Essig daran / würtzet es mit Cardamomen / Muscatblüh / Pfeffer und Zucker / thut alles in ein stollichtes Häfelein / last es aufsieden: wann ihr es nun schier anrichten wollet / werfft ein wenig klein= geschnittener Zitronen= Schelffen darein / und richtet dann diese Brüh neben den Prisilln oder Schlegel in die Schüssel / bestreuet selbigen / wie auch den Rand der Schüssel / mit Trisanet und würfflicht= geschnittenen Zitronen= Schelffen / und beleget das Gebratene mit dergleichen Plätzen.

Transkription:

Waltraud Ernst

Zitierempfehlung:
Waltraud Ernst (Transkription): "Eine Brüh über Prisilln oder gebeitzte Schlegel.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 06, Nr. 065,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=eine-brueh-ueber-prisilln-oder-gebeitzte-schlegel (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Waltraud Ernst.