Ein Zwiebel = Braten

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 129

Originalrezept:

NEhmet einen Schöps = Keul oder Schlegel / lasset ihn auflösen / wässert / waschet / und siedet ihn so lang biß euch beduncket / daß er bald weich werden will ; alsdann hebet ihn heraus in einen stollichenten Hafen / thut aber zuvor geriebenen Lebkuchen und rocken Brod / ingleich auch kleine geschählte Zwiebeln / und birn dazu / ( wann aber die birn groß sind / müssen sie ein wenig vorher gesotten werden ) giesset Fleischbrüh / Wasser und Essig daran / und lassets dann alles zusamm ferner mit einander kochen : Wann es nun fertig / und man selbiges bald anrichten will / so thut ein wenig Birn = Safft / oder Holder = Latwergen / auch wohl ein Stücklein Zucker darein ; will mans aber nicht süß haben / so lasset beedes davon / bräunts oben mit einer Glut auf einer flachen Stürtzen schön ab / und richtet es alsdann in eine Schüssel / giesset die brüh samt den Birnen und Zwiebeln neben herum 7 und tragets zu Tisch. Wer will / kan auch oben absonderlich kleine ganze Zwiebeln / schön braun geröstet / darauf brennen. Man streuet auch oben bißweilen / vor dem abbräunen / Kümmel darauf.

Transkription:

Maximilian Schmidauer

Zitierempfehlung:
Maximilian Schmidauer (Transkription): "Ein Zwiebel = Braten", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 09, Nr. 129,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-zwiebel-braten (19.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Maximilian Schmidauer.