Ein zerschnitten= und gebratener Hecht.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 068

Originalrezept:

NImm einen grossen Hecht / schuppe und mache ihn also am Bauch auf / biß an den Schwantz / fange dann bey dem Kopff an / und schneide ihn zu kleinen ungefehr zwey Finger breiten Stücken / saltze und würtze dieselbige mit Pfeffer / Cardamomen und Muscaten= Blüh / laß sie eine kleine weile darinnen ligen / lege dann Rosmarin= Zweiglein in eine Brat= Pfanne / und die Stücke vom Fisch darauf / gieß heisses Oel darein / und laß sie also darinnen braten / wende aber die Stücklein offt um / damit sie sich nicht anlegen / oder gar zu braun werden / sondern schön licht bleiben: wann sich die Gräte lösen / ist er fertig.

Anmerkung:

Diese also zerschnittene Hechte kan man auch / wie andere Fische / nach gefallen / einmelben / und im Oel aus der Pfanne bachen; dann auf diese Art werden sie geschwinder fertig / und hat man sich auch nicht zu besorgen / daß sie sich so bald anlegen: zu letzt kan man entweder die bereits N. 23.&c. beschriebene Sardelln Brüh darüber machen / oder aber nur etwas von dem in der Pfannen übrig= gebliebenen Oel in die Schüssel giessen / den Safft von Citronen darein drucken / und die Viertel von denenselbigen neben die Fisch= Stücke in die Schüssel legen.

Transkription:

Lotte Caglar

Zitierempfehlung:
Lotte Caglar (Transkription): "Ein zerschnitten= und gebratener Hecht.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 068,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-zerschnitten-und-gebratener-hecht (12.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lotte Caglar.