Ein weisse Suppen von Tauben mit Selleri=Wurtzeln.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 133

Originalrezept:

Die Tauben werden auf die bekannte Art gesotten / die Selleri=Wurtzeln aber werden sauber gebutzt und gewaschen / hernach theils gewürfflet / theils zu Spalten geschnitten / alsdann beyderseits ein wenig überbrühet / wieder abgesigen / und jeder Theil besonder in ein Rein gelegt / thue auch zugleich ein Büschlein Petersil sammt einem gantzen mit Näglein besteckten Zwibel darzu / gewürtz mit Pfeffer / schütte gute Fleischbrühe daran / deßgleichen an die Tauben / und laß es also an die statt sieden / richte Eyerdotter mit klein=gehacktem Petersil / geriebner Muscatnuß / und frischem Butter in ein Geschirrlein / setz die Schüssel mit gebähtem Brod auf / lege die Tauben auf die Mitt / nimm den Zwibel und Petersil hinweg / und rühre geschwind die zubereitete Eyerdotter beederseits an die Selleri=Wurtzeln / gib die Gewürfflete um die Tauben / die Gespaltnen aber um den Ranfft herum / trags warm auf.

 

Transkription:

Christine Überei

Zitierempfehlung:
Christine Überei (Transkription): "Ein weisse Suppen von Tauben mit Selleri=Wurtzeln.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 5 Nr. 133,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-weisse-suppen-von-tauben-mit-selleriwurtzeln (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Christine Überei.