Ein swarcz gemuͤss

Aus: M I 128 (15. Jhdt.), Nr. 44

Originalrezept:

Von andern̄ heb wir an ein Swarcz
gemuͤss wel wir han dar czuͤ nÿm
weinper vn̄ Opͤhel vnd auch piren̄
Wil du daz ez dÿe farib hab daz chuͤmt
von praÿttn̄ leceltn̄ dar vn̄ guͤtten
czuckler (!) vn̄ hoenig muͤstu dar czwͤ
han̄ vn̄ guͤttn̄ wein̄ vn̄ gucz gewurcz
vn̄ Salcz ein mass So machest du ess
wie du wilt praunn oder Swartz etc.

Übersetzung:

Schwarzes Mus

Von etwas anderem fangen wir jetzt an, wir wollen ein schwarzes Mus haben: Dazu nimm Rosinen, Äpfel und außerdem Birnen. Willst du, dass es eine (schwarze) Farbe annimmt, das kommt von breiten* Lebkuchen. Guten Zucker und Honig mische darunter, ebenso guten Wein und Gewürze, sowie mäßig viel Salz. Dann kannst du es färben, wie du möchtest, braun oder schwarz.

* Gemeint ist eher: von gebratenem/angeröstetem Lebkuchen.

Transkription:

Beatrix Koll

Zitierempfehlung:
Beatrix Koll (Transkription): "Ein swarcz gemuͤss", in: M I 128 (15. Jhdt.), Nr. 44,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-swarcz-gemu%cd%a4ss (07.07.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.