Ein Rosmarin= Blüh= Essig.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 07 Essige, Nr. 003

Originalrezept:

ERstlich thut eine gute Hand voll Rosmarin= Blühe / ohne einige grüne Blätlein / in ein Maas= Gläslein / werfft vier Loth grosse ausgekörnte Zibeben / zwey Loth Weinbeerlein / drey Stengel langen Pfeffer / anderthalb Quintlein Zimmet / und ein klein wenig Galgant darein / giesst ein Seidlein deß besten Malvasiers dazu / und füllet hernach das Gläslein mit herben Wein= Essig voll an / setzt es an die Sonnen wie den Rosen= Essig / und kehret das Gläslein je zuweiln hin und her / das unterste zu oberst / und das oberste zu unterst / damit sich obige Stücke wohl durch einander läutern; so offt ihr nun davon gebraucht / füllt jedesmal gleich wieder frischen Essig zu / so werdet ihr dann auf solche Weise diesen Essig viel Jahre gut behalten können / wann er nur fleissig verbunden wird.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Ein Rosmarin= Blüh= Essig.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 07 Essige, Nr. 003,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-rosmarin-blueh-essig (19.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.