Ein Ollapotrid-Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 058

Originalrezept:

MAchet einen Dorten= Hafen von Marzepan / oder braun= gebachenen Teig / wie selbiger bey den Citronen= Dorten Num. 33. beschrieben zu finden ; formiret ihn Stück= weiß / oder aber machet einen grossen Dorten an einem Stuck daraus : Wann er nun in dem Ofen ein wenig abgetrocknet worden / füllet desselbigen Boden mit kräfftiger Mandel= Füll ; legt dann allerley in Zucker eingemachte Früchte und Wurtzeln darauf / als Muscateller= Birne / Pfersiche / Marilln oder Abricosen / kleine Pomerantzen / Quitten / eingemachten Lactuck / Wegwarten= Wurtzeln /  Citronat / Citronen= und Pomerantzen= Schelffen / welches man also von einander schneiden kan / daß alles einerley grösse bekomme : Wann nun der Dorten mit dergleichen eingemachten Sachen einwendig gantz überlegt worden / kan man ihn oben ebenfalls mit eingemachten Saurach oder Wein= Lägelein / Ribes= oder Johannes= Beerlein / und eben dergleichen Pomerantzen= Blüh bestecken oder bezieren / dazwischen aber mit weissen Pistacien= Nüßlein bestreuen / und mit einander noch ein wenig in den Ofen stellen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Ollapotrid-Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 058,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-ollapotrid-dorten (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.