Ein Mürber Butter= Teig zu Pasteten auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 004

Originalrezept:

NEhmet zu einem paar Hüner ein halb Pfund / oder so man den Teig noch mürber verlanget / drey viertel Pfund Butter / schneidet solche unter ein wolgemessenes Diethäufflein / oder den achten Theil eines Metzen Mehls / reibet beedes / das Mehl und die Butter / zwischen den Händen wohl durch einander / daß es wird wie ein geriebenes Brod / feuchtet es mit einem süssen Ram oder Kern an / schlaget hierauf sieben oder acht Eyer darein / biß der Teig seine rechte Dicke hat ; dann man kan die Eyer in diesem Stuck so eigentlich nicht benennen ; wircket alles wohl untereinander / saltzet es ; und wann der Teig also allerdings beysammen ist / lasset selbigen eine halbe Stund ligen oder ruhen ; dann wälchert aus dem Teig einen Boden und Deckel / schlaget etwas subtiles darein / nach gefallen : als Hüner / Prisillen / auch wol einen jungen Capaun / und verfertigt also die Pasteten allerdings auf diese Manier und Art / wie Num. 2. und 3. solches bereits ausführlich beschrieben worden.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Ein Mürber Butter= Teig zu Pasteten auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 04, Nr. 004,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-muerber-butter-teig-zu-pasteten-auf-andere-art (20.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.