Ein Mandel=Dorten / noch anderst.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 024

Originalrezept:

Nehmet ein Pfund mit Rosenwasser / abgestossener Mandeln / verklopffet zu erst sechs oder acht gantze Eyer / nachdem sie nemlich klein oder groß sind / sehr wohl; rühret bey einer guten viertel Stund ein halb Pfund klar=durchgesiebten Zucker darein / biß es schön gistet / rühret dann ebenfalls die Mandeln / fast eine gantze halbe Stund lang / darunter; schmieret den Schart oder Model mit Butter / schüttet den Teig darein / und lasset also den Dorten gantz langsam bachen: verguldet ihn auf der Seiten / zerstosset einen rothen / blau= und weissen Zucker=Candi etwas gröblicht / raitelt das melbichte oder subtile / vermittelst eines Seihers / davon / reibet das gröblichte mit einem reinen Tuch ab / so wird es schön gläntzend / und streuets auf den Dorten / wann der Spiegel annoch frisch und weich ist.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ein Mandel=Dorten / noch anderst.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-mandeldorten-noch-anderst-2 (09.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.