Ein Mandel=Dorten in einer Schüssel.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 030

Originalrezept:

ZIehet ein halb Pfund Mandeln ab / trocknets auf einem Tuch / stosets hernach mit Rosenwasser wohl klein; schlaget in einer Schüssel / vier Eyerdottern und drey gantze Eyer daran / rühret alles durch einander / streuet Zucker darein / damit der Teig wohl süß werde / wie auch Zimmet / Muscaten=Blüh und Cardamomen / so viel man vermeinet nöthig zu seyn: wäre der Teig nicht dinn genug / kan man noch ein paar Eyer daran schlagen / und alles zusammen eine halbe Stund lang ferner abrühren: Schmieret alsdann die Schüssel mit Butter / leget an den Boden derselben Oblat=Blätlein / streuet Gewürtz darauf / giesset den jetzt=besagter massen zusammen=gemachten Mandel=Teig darein / setzet die Schüssel auf eine Glut / bedeckets mit einer Stürtzen / Deckel oder Blech; leget Kohlen darauf / damit er oben schön liecht=braun werde / lasset ihn dann bachen / biß er etwas hart wird; gebet aber gute Achtung / daß die Schüssel nicht zerschmeltze.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ein Mandel=Dorten in einer Schüssel.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 030,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-mandeldorten-in-einer-schuessel (16.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.