Ein Lungen= Mus.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02, Nr. 015

Originalrezept:

ERstlich wasche und butze die Lungen fein sauber / schneide die Ohren / so von dem Hertzen öffters daran zu hangen pflegen / davon / setze sie in Wasser zu / saltz es / und laß wohl sieden; wann sie dann weich ist / hacke selbige klein / röste ein Semmel= Mehl schön gelb im Schmaltz; thue die gehackte Lungen dazu / rösts ein wenig / giesse dann eine Fleischbrüh / wie auch Ingber / Pfeffer und geriebene Muscat= Nuß / samt ein wenig Essig daran / laß sieden und richt es an.*

* Wann man will / kan man an statt der Butter einen Milchram dazu thun: oder so es auch nicht beliebte / zwey Eyerdottern zerklopffen / und im anrichten mit einrühren / dann sie dürffen nicht mitgesotten werden: wiewol es auch andere mit gehackten Limonien und Butter machen; es stehet aber solches zu eines jeden belieben.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Ein Lungen= Mus.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02, Nr. 015,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-lungen-mus (27.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.