Ein Küh= Euter zu bachen.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 068

Originalrezept:

Nehmet das Euter / waschet / und legetes in einen Hafen / setzets zu / wie ein Fleisch / saltzet darein / und lassets einen gantzen Tag / solte es aber noch nicht mild seyn / etwas länger sieden / zu diesem Ende kan man öffters nachsehen und fühlen / biß es wohl weich ist; nehmet es dann heraus / legts auf ein Bret / und schneidet das Schwartze und Fette / so an unterschiedlichen Orten daran hängt / herab; schneidet hierauf aus dem Euter / so viel dinne Plätzlein / als ihr auf einmal bachen wollet / saltzets ein wenig / schwingets im Mehl / und bachet es schön gelb heraus / legets in eine Schüssel und streuet ein klein wenig Pfeffer darauf / so sind sie recht; das übrige aber von dem Euter kan man in der Brüh stehen lassen / biß man es ebenfalls bachen mag: Alsdann wird es nochmal zugesetzt / und wann es aufgesotten / gebachen wie das vorige.*

* Wer will / kan auch diese Plätzlein vom Kuh= Euter / ungebraten / in eine dickliche Butter= Brüh / wie die Brüse oder Drüse / einmachen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Lukas Fallwickl

Zitierempfehlung:
Lukas Fallwickl (Transkription): "Ein Küh= Euter zu bachen.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 08, Nr. 068,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-kuh-euter-zu-bachen (17.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.