Ein Krebs= Strudel / noch auf eine andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 006

Originalrezept:

KOchet einen Reis fein dick in einer Milch / übersiedet Krebse / schählet / hacket / und mischet sie mit ein wenig Semmelmehl unter den gekochten Reis / schlaget zwey Eyerdötterlein daran / streuet Cardamomen und Muscaten= Blüh darein ; stosset auch die übergebliebene Schalen von denen gesottenen Krebsen / röstet sie in Butter / zwingets durch einen Seiher / und mischet diese durchgezwungene schöne rothe Butter unter die Füll / streicht dann selbige auf den in vorigen angezeigten Teig ; legt selbigen entweder zusammen geschlagen wie eine Wurst / oder in Stücke zerschnitten / in die Schüssel / thut etwas von obiger Krebs= Butter / so ihr zuruck behalten / dazu hinein / giesst ein wenig süssen Ram oder Fleischbrüh dazu / und last es mit einander sieden.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Krebs= Strudel / noch auf eine andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 006,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-krebs-strudel-noch-auf-eine-andere-art (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.