Ein Krebs= Kooch / auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02-Koche, Nr. 02

Originalrezept:

NEhmet Krebse so viel ihr wollet / ( wann sie viel Eyer haben sind sie am besten/) nehmet dieselbe / und löset die Scheeren / Schwäntze und das Gelbe davon heraus / saltzet und pfeffert sie; siedet aber deß Tags zuvor einen gar guten Kern ab / nehmet davon deß andern Tags / wann ihr dieses Kooch machen wollet / das beste oben herab / schlagt vier Eyerdottern daran / schüttet die Krebse / nebst einem Achtel= Pfund Butter in eine Pfanne / oder / welches fast besser ist / in ein Reindel oder stollichten Hafen / last sie über einen Kohlfeuer darinnen rösten und kochen / und richtets dann in eine Schüssel.

Anmerkung:

„kern heiszt in der Oberpfalz, Nürnberg der milchrahm, besonders der süsze der die butter gibt“ (DWB Bd. 11, Sp. 596)

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Ein Krebs= Kooch / auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02-Koche, Nr. 02,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-krebs-kooch-auf-andere-art (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.