Ein Krebs= Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 011

Originalrezept:

NImm die ausgeschählte Krebs= Scheeren und Schwäntze / zerhacke sie klein / weich eine Brosam von einem weissen Brod in Milch / Kern oder süssen Ram / und rühr sie unter die zerhackten Krebse ; hacke auch ein Rinds= Marck / und ein wenig Petersilien= Kraut / darunter / würtz es mit Pfeffer / Muscatblüh / Cardamomen / schlage zwey oder drey Eyer daran / hernach nimm das beste von den Krebs= Schalen / rösts in einer Butter / biß dieselbige ein wenig roth wird / zwings durch ein Tuch / und rühr es an das zusamm= gemachte Gehäck ; hernach schmier eine Schüssel mit Butter / und schütte das Gehäck darein ; zwing dann auch die andere Butter / mit den übrigen gerösteten Krebs= Schalen gar durch ein Tuch / und gieß noch ein wenig darauf / setze die Schüssel auf eine Kohlen / leg ein Dorten= Blech / oder eiserne Stürtzen / auf die Schüssel / und oben eine Kohlen darauf / laß es also ungefehr eine halbe Stund bachen ; doch muß es nicht eher / als eine halbe Stund vor dem Essen / auf die Kohlen gesetzt werden / damit man es gleich warm auf den Tisch tragen könne.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Krebs= Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 10, Nr. 011,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-krebs-dorten (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.