Ein Krafft= Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 061

Originalrezept:

NEhmet ein Pfund mit Rosenwasser klar= abgestossene Mandeln / und ein halb Pfund gerieben= oder gestossenen Zucker / thut beedes mit einander in ein Kesselein / und trocknets auf einer Kohlen wohl ab / wie die Maflam zum braun gebachenen ; hebets dann vom Feuer / reibet ein wenig Citronen= Schelffen darein / mischet ein Loth Zimmet / eben so viel Cardamomen / ein halb Loth Muscatenblüh / ein quintlein Muscatnuß / und eben so viel Negelein / und zwar alles gröblicht zerstossen / mit einem Vierding / oder Achtel= Pfund / klein= geschnittenen Citronat / darunter / und wircket alles wohl durch einander : Formiret dann diesen Teig rund / oder länglicht / oder wie ein Hertz / nach gefallen / leget ihn auf Oblat / schmieret aber solches zuvor ein wenig mit Rosenwasser / machet eine gantze Martzepan= Spitzen neben herum / nachdem nemlich der Teig formiret worden / und lasset alles mit einander fein gemach bachen : alsdann eisets und belegets nach belieben : Es ist aber bey allen Dorten wohl zu mercken / daß / wann sie geeiset werden / man selbige alsdann nur auf den Ofen ertrocknen lasse.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Krafft= Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 061,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-krafft-dorten (28.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.