Ein Karpff in einer Negelein= Brüh.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 104

Originalrezept:

WAnn der Karpff geschuppt / wasche denselben schön ab / mache ihn am Rucken auf / und thue das Eingeweid samt der Gall heraus ; nach diesem wasche ihn nochmal im Wein / und behalte denselbigen Wein in einem Häfelein besonders auf / schneide den Fisch in vier Stucke / siede ihn in halb Wein / halb Essig / und so viel Saltz als nöthig ist / ab : wann dann der Fisch gnug gesotten / gieß diese Brühe gantz davon herab ; hingegen seihe den Wein / daraus der Fisch gewaschen worden / durch ein reines Tüchlein in die Pfannen an den Fisch / brenne ein heisses Schmaltz darein / würtz es mit Negelein / ein wenig Pfeffer und Muscaten= Blüh / und laß noch einen guten Sud mit einander aufthun.*

* Beliebt es / so kan man auch ein wenig Zucker daran thun / daß die Brüh etwas annehmlicher werde ; dann wird der Fisch in eine Schüssel gelegt / die Brühe darüber gegossen / und klein= geschnittene Citronen= Schelfflein darauf gestreuet.

Transkription:

Juliane Wiemerslage

Zitierempfehlung:
Juliane Wiemerslage (Transkription): "Ein Karpff in einer Negelein= Brüh.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 104,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-karpff-in-einer-negelein-brueh (26.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Juliane Wiemerslage.