Ein Hecht in Zwiebeln.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 045

Originalrezept:

WAnn der Hecht auf die schon offt besagte Weise geschuppet / und in Stücke zerschnitten worden / so nimmt man ein gut theil Zwiebeln / schählet und schneidet sie länglicht; dann wird in einem stollichten Hafen ein Schmaltz über das Feuer gesetzet / wohl heiß gemacht / die Zwiebeln samt einem Löffel voll Mehl darein geschüttet / und schön licht geröstet: zuvor aber eine gute Hand voll Erbsen samt etlichen Petersilien= Wurtzeln in Wasser besonders abgesotten / jedoch also / daß die Brüh wol lauter verbleibt: nach diesem legt man den Hecht auf geröstete Zwiebeln / und würtzet ihn mit grob gestossenen Pfeffer / Ingber / Muscaten=Blüh / Negelein und Zimmet: dann macht man wieder eine Lage von dem zerschnittenen Hecht / und bestreuet sie mit jetzt= erwehntem gröblicht zerstossenen Gewürtz / und dieses also fort: alsdann giesst man die / mit denen Erbsen und Petersilien= Wurtzeln abgesottene / zuvor aber durchgeseihete Brüh darüber / und läst es also zusammen aufsieden und dämpffen; jedoch muß der Brüh nicht gar zu viel seyn.

Anmerkung:

Auf eben diese Art kann man auch einen gesaltzenen Hecht zurichten.

Transkription:

Lotte Caglar

Zitierempfehlung:
Lotte Caglar (Transkription): "Ein Hecht in Zwiebeln.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 045,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-hecht-in-zwiebeln (15.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lotte Caglar.