Ein Hecht in einer Polnischen Brüh / noch auf andere Art.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 060

Originalrezept:

NEmet einen zimlich grossen Hecht / reisset ihn auf / machet Stücke daraus / und lasset denselben nur so lang im Saltzwasser sieden / biß man ihm die Haut abziehen kan; wann dann dieselbige abgezogen / legt die Stücke in eine Schüssel oder Tiegel: indessen giesst ein Häflein oder Töpfflein voll Wein / thut etliche gehackte Petersilien= Wurtzeln / wie auch gebähte Semmelschnitten / und etwan zwanzig Erbsen / darein / laßt es miteinander sieden / biß die Petersilien= Wurtzeln weich werden; dann thut sie heraus / und belegt damit den Fisch / die Brüh aber zwinget durch einen Seiher / streuet Ingber / Muscaten= Blüh / Zimmet / Pfeffer / und ein wenig Saffran darein / zuckerts nach belieben; sollte die Brüh zu dinn seyn / kan man nur ein Stäublein Mehl darein brennen / richtet sie über den Fisch / setzt die Schüssel auf ein Kohlfeuer / und last es also noch einen Sud aufthun.

Transkription:

Lotte Caglar

Zitierempfehlung:
Lotte Caglar (Transkription): "Ein Hecht in einer Polnischen Brüh / noch auf andere Art.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 03, Nr. 060,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-hecht-in-einer-polnischen-brueh-noch-auf-andere-art (25.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lotte Caglar.