Ein guets Schmalzkhoch.

Aus: Kochbuch des Carolus Robekh (1679), 356

Originalrezept:

Erstlich nimb ein guets Semblmell in ein schißl oder Weitling 4. oder 5. / löffl voll, nach dem du vill machen Wilt, nimb ein abgeraumbte / milch die süsß ist, sez in einem Pfändl über als vill du Wilt, / laß ein gueten Waller herüber thuen, geuß in ein gschier, laß khielen, / das es gleich Zum anmachen khüe Warmb ist, mach dan das mell / Woll fest damit an, vnd salzs ins mell, nimb 5. oder 6. Aÿr doter, / oder mehr, nach dem du vill machen Wilt, schlag ains nach den / andern dran, vnd böhr den taig Zimblich, das er fein glat wird, / laß ihn nit gar Zu dikh, fost als ein diner strauben taig, vnd Wan / der Puter recht geleittert, vnd sich fein gsezt hat, auch das sauer / dauon gesigen ist, so sez den Puter in einer Pfan ÿber das feuer, / doch laß ihn nit Zu haiß Werden, vnd Wan er gleich daher am sieden ist, / so geuß den taig hinein fein hoch vnd gar khlein, vnd laß dieweill / du daran eingiesst, fein mit einem khiechl spiß ains rühren thuen, / so Wird es schen khlain vnd fein gewürmblet, doch Wan es Zimblich / Woll gerührt sein, darf man Woll, das gar guet soll sein 7. oder 8. / Aÿr auf ein tüters blat voll nemben, Wan auch der Puter zu haiß / ist, so fehrt das schmalzkhoch als Zusammen Wie ein strauben, vnd / Wird schmalzig daruon, Wans dan gesoten ist, laß fein ein Wenig / Sizen, vnd seichs durch, trukhs Woll auß, so Wird es gar fein / trukhen, gibs fein Warmb auf den tisch, vnd ist fein lind, versalz nit. /

Übersetzung:

Schmalzkoch

Transkription:

Simone Kempinger, Klaudia Kardum

Zitierempfehlung:
Simone Kempinger, Klaudia Kardum (Transkription): "Ein guets Schmalzkhoch.", in: Kochbuch des Carolus Robekh (1679), 356,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-guets-schmalzkhoch (17.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.