Ein Gritz= oder Gries= Brey in der Milch.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02, Nr. 086

Originalrezept:

ZU drey Maas Milch nehmt eine gute wohl= gemessene halbe Maas oder Seidlein Gritz oder Gries ; (will man aber einen Kern unter die Milch nehmen / ist es besser / ) dann macht man in einer Pfannen ein frisches Schmaltz heiß / röstet den Gries darinnen / aber nicht zu lang / daß er nicht bräunlicht wird / sondern schön weiß bleibt : alsdann giesst man die Milch in den gerösteten Gries / und rühret sie fein gemach über dem Feuer darunter ; man darff sie aber gleich anfangs nicht alle hinein giessen / sondern nur nach und nach / also läst man ihn kochen : wann er nun schier fertig / nimmt man das Feuer unter dem Hafen hinweg / und läßt es nur rings herum von weitem brennen / biß der Brey zusammen bratzelt / und seine rechte Dicke hat / wann er dann fertig ist / wird er oben her mit einem Stücklein Butter angedupfft.

Anmerkung:

Wann man will / kan man an diesem Brey auch zerklopffte Eyer rühren / und in einer Pfanne kochen / auch so es beliebt oben her mit glüenden Kohlen auf einem aufgebogenen Blech oder Stürtze abbräunen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Lotte Caglar

Zitierempfehlung:
Lotte Caglar (Transkription): "Ein Gritz= oder Gries= Brey in der Milch.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02, Nr. 086,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gritz-oder-gries-brey-in-der-milch (18.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lotte Caglar.