[Ein gesottene Ganß gelb eyngemacht.]

Aus: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 03, Teil 15, Nr. 25

Originalrezept:

Nim(m) die Ganß / zerschneidt sie / vnnd seudt sie an die statt / nim(m) ein gute Rindtfleischbrüh / vnd Essig / schneidt etliche weisse Weck darein / vnnd laß sie darmit auffsieden / machs gelb / vnd pfeffers / vnnd laß sieden biß dick wirt / streichs durch ein Härin Tuch / setzs wider auff / vnd laß ein Sudt auffthun / rürs vmb / daß nit anbrennt / thu darnach die Ganß in die Schüssel / schüt es darüber / vnd laß kalt werden / wenn du es wilt auff ein Tisch geben / so besträw es mit gestossenem Ingwer / zu zeiten nimpt man auch Eyerdotter darzu.

Anmerkung:

„…seudt sie an die statt“: mit dieser häufig gebrauchten Wendung ist gemeint, dass man das Fleisch „bis zum richtigen Zeitpunkt / auf den richtigen Punkt“ garen soll; weich, aber nicht zerfallen.

Transkription:

Andrea Sobieszek

Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "[Ein gesottene Ganß gelb eyngemacht.]", in: Ein new Kochbuch (1581), Kapitel 03, Teil 15, Nr. 25,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gesottene-ganss-gelb-eyngemacht (18.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.