Ein Gehäck=Suppen von einem gebratnen oder gedämpfften Schlegel / umsetzt mit kleinen Pastetlein.

Aus: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 7 Nr. 176

Originalrezept:

LÖse das Brät sauber von dem Schlegel ab / nimm es auf ein Brett / und hacks klein / lege einen gantzen mit Näglein besteckten Zwibel / auch ein oder zwey gute Lemoni=Blättlein darzu / gewürtz mit einem wenig Pfeffer / Rosmarin und Muscatnuß / röste sodann dises Gehäck ein wenig im Butter / und schütte ein wenig gute Fleischbrühe daran / machs aber nicht zu dünn / laß es auch nicht sieden / und nicht gar zu lang rösten / sonst wird es sperr / hernach mache aus dem Gehäck zwey Theil / aus einem Theil verfertige kleine Gehäck=Pastetlein von Butter=Taig zum Regalieren / setz die Schüssel mit gebähten Schnitten auf eine Glut / gieß gute Fleischbrühe daran / und nimm das übrige Gehäck darauf / wann die Pastetlein fertig / setz solche herum / und trags auf / wer aber gern will / kann zuletzt mit klein=gehackten Petersil / Lemoni=Safft und frischen Butter / ein wenig Dotter=Brühe darüber machen / und also warmer auf den Tisch geben.

 

Transkription:

Marlies Berger

Zitierempfehlung:
Marlies Berger (Transkription): "Ein Gehäck=Suppen von einem gebratnen oder gedämpfften Schlegel / umsetzt mit kleinen Pastetlein.", in: Neues Saltzburgisches Kochbuch (1718/19), Buch I-1 Kap. 7 Nr. 176,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gehaecksuppen-von-einem-gebratnen-oder-gedaempfften-schlegel-umsetzt-mit-kleinen-pastetlein (17.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlies Berger.