Ein Gehäck= Dorten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 062

Originalrezept:

HAcket ein Pfund Mandel klein / rühret ein halb Pfund klar= gerieben= oder gestossenen Zucker darunter / ingleichen auch ein Viertel= Pfund klein= und würfflicht= geschnittenen Citronat / und geriebene Citronen= Schelffen ; mischet auch Zimmet / Cardamomen / und Muscatenblühe / jedes ein Quintlein / darunter / giesset zwey Loth Zimmet= Wasser daran / und rühret alles wohl durch einander ; sollte es nicht süß genug seyn / so kan man noch ein wenig Zucker dazu nehmen / nachmals diese Füll in einen / nach einer beliebigen Form / bereits zusamm= gemachten Dorten= Teig / einfüllen / aber nicht lang bachen lassen / sondern alsdann bespiegeln / und mit Eiß belegen / auch mit Citronat und eingemachten Citronen= und Pomerantzen= Schelffen/ nach belieben / auszieren : Oder man kan diesen Dorten / wann er bereits geeiset worden / in ein Oefelein setzen / damit die Hitz ein wenig Blasen ziehe / und nachmals / weil er noch heiß ist / mit Zimmet überstreuen.

Transkription:

Sepp Meister, Steffi Schinagl

Zitierempfehlung:
Sepp Meister, Steffi Schinagl (Transkription): "Ein Gehäck= Dorten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 16, Nr. 062,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gehaeck-dorten (12.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Lukas Fallwickl.