Ein gehacktes Kooch.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02-Koche, Nr. 07

Originalrezept:

ZUm vördersten soll man aus Eyerdottern / Milch und schönen Mehl einen Teig wie zu den Nudeln anmachen / selbigen in dinne Blätlein walgern / zu Stücken schneiden / und wann sie erstarret / auf das allerkleinste hacken / daß es wie ein Gritz oder Gries wird: und alsdann auf den Ofen / oder sonst nach gefallen / aufdorren / dann man kan es in Menge machen / und im Vorrath aufbehalten: Wann man nun ein solch gehacktes Kooch zu machen gedencket / wird eine gar gute Milch erstlich mit Saffran ein wenig gegilbet / und dann der vorbeschriebene Teig darinnen abgesotten und gekocht: eben auf die Art wie das bald hernach Num. 30. und 31. beschriebene Gritz= oder Gries= Kooch; doch muß man deß Teigs nicht zu viel nehmen / dann er gibt gar wohl und quillet sehr. **

** Dieses Kooch kan man auch / so es gefällig / an statt der Milch / in Fleischbrüh kochen.

Kategorisierung:

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Hauptzutaten: , , ,

Transkription:

Marlene Ernst

Zitierempfehlung:
Marlene Ernst (Transkription): "Ein gehacktes Kooch.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 02-Koche, Nr. 07,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gehacktes-kooch (14.08.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Marlene Ernst.