Ein gefülltes Hun zu braten.

Aus: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 05, Nr. 024

Originalrezept:

ERstlich muß man das Hun sauber brühen / aber nicht gar zu heiß / damit die Haut nicht zusammen schrumpffe; alsdann oben bey dem Hals mit einem Finger die Haut ablösen / biß hinunter auf die Brust: Hierauf nimmt man ein wenig gerieben Eyer=Brod / hackt ein wenig Petersilien=Kraut / röstets im Schmaltz / richtets über das geriebene Brod / schläget zwey Eyer daran / mischt ein wenig Pfeffer / Cardamomen / Muscatblüh / Ingber / Saltz / und so man will / Weinbeerlein und abgezogene klein=geschnittene Mandeln darunter / macht also eine linde Füll an / so nicht all zu vest ist / füllet sie oben bey dem Hals / wo die Haut abgelöst worden / hinein / streichets fein auf der Brust aus einander / nehet oder bindet es oben mit einem Faden zu / saltzet und würtzet es / wie gebräuchlich / steckets an / bestreiffts mit Butter / bratets fein schön ab / bestreiffts zuletzt nochmal mit einer Butter / daß sie gisten / und richtets dann an.

Transkription:

Magdalena Bogenhuber

Zitierempfehlung:
Magdalena Bogenhuber (Transkription): "Ein gefülltes Hun zu braten.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 05, Nr. 024,
online unter: https://gastrosophie.sbg.ac.at/kbforschung/r-datenbank/?rdb_rezepte=ein-gefuelltes-hun-zu-braten-2 (23.01.2022).

Datenbankeintrag erstellt von Magdalena Bogenhuber.